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Ratgeber / Google-Unternehmensprofil pflegen

Ratgeber · 5 Minuten

Google-Unternehmensprofil: So pflegen Sie es richtig

Wer nach einer Werkstatt, einer Praxis oder einem Restaurant in der Nähe sucht, sieht zuerst das Profil auf Google, noch vor der Website. Dieser Ratgeber zeigt, was in das Profil gehört, wie Sie mit Bewertungen umgehen und was sich in einer Stunde pro Monat erledigen lässt.

Anthracite Studio · Stand Oktober 2026

Warum das Profil oft der erste Eindruck ist

Stellen Sie sich vor, bei einem Kunden in Wiesloch fällt morgens die Heizung aus. Er nimmt sein Telefon und sucht nach einem Installateur in der Nähe. Er sieht eine Karte, ein paar Betriebe, Sterne, Öffnungszeiten und eine Telefonnummer. Auf Ihre Website klickt er vielleicht gar nicht. Oft entscheidet das, was im Google-Unternehmensprofil steht.

Das Profil ist kostenlos. Sie legen es selbst an oder übernehmen es, falls Google es bereits angelegt hat, und bestätigen, dass der Betrieb Ihnen gehört. Danach sind Sie dafür verantwortlich, dass die Angaben stimmen. Das ist der Teil, der im Alltag gern untergeht.

Ein Versprechen für bestimmte Platzierungen kann niemand geben. Sie können aber dafür sorgen, dass Ihr Profil vollständig, aktuell und glaubwürdig ist. Das ist die Grundlage für alles Weitere.

Die Grunddaten: Hier dürfen keine Fehler stehen

Beginnen Sie mit den Angaben, die jeder Kunde braucht. Prüfen Sie sie Zeile für Zeile.

  • Name: So, wie er auch auf dem Firmenschild und im Impressum steht. Keine zusätzlichen Suchbegriffe im Namen.
  • Adresse: Genau wie auf der Website. Wenn Sie Kunden nur vor Ort besuchen und kein Ladengeschäft haben, können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen Ihr Einsatzgebiet angeben.
  • Telefonnummer: Eine Nummer, die tagsüber wirklich erreichbar ist.
  • Öffnungszeiten: Auch Mittagspause, Feiertage und Urlaub. Eine Praxis, die laut Google offen ist, aber geschlossen hat, verärgert Menschen sofort.
  • Kategorie: Wählen Sie die Hauptkategorie, die Ihren Betrieb am genauesten beschreibt, etwa „Kfz-Werkstatt“ statt eines allgemeinen Begriffs. Zusätzliche Kategorien dürfen Sie ergänzen, wenn sie wirklich zutreffen.

Wichtig ist, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind: im Profil, auf der Website, in Branchenverzeichnissen. Abweichungen wie „Str.“ an einer Stelle und „Straße“ an der anderen sind kein Drama, aber sie schaffen unnötige Unklarheit.

Leistungen, Beschreibung und Fotos

Hier unterscheiden sich vollständige Profile von denen, die nur zufällig existieren.

Tragen Sie Ihre Leistungen einzeln ein. Eine Fahrzeugaufbereitung nennt Innenreinigung, Lackpflege und Politur. Ein Malerbetrieb nennt Innenanstrich, Fassade und Tapezierarbeiten. Schreiben Sie dazu in der Beschreibung zwei oder drei einfache Sätze: Wer sind Sie, was tun Sie, wo sind Sie tätig. Verzichten Sie auf Werbesprache. „Wir sind Ihr kompetenter Partner“ sagt niemandem etwas. „Wir reparieren und warten alle gängigen Marken, auch Klimaanlagen und Reifenwechsel“ schon.

Bei Fotos gilt: lieber echte als schöne. Kunden wollen sehen, wo sie hinfahren und wer sie empfängt.

  • Außenansicht mit Eingang, damit man Sie vor Ort findet
  • Innenraum, Werkstatt, Behandlungsraum oder Gastraum
  • Das Team, sofern alle einverstanden sind
  • Fertige Arbeiten, zum Beispiel ein gestrichener Flur oder ein aufbereitetes Fahrzeug
  • Ein Logo und ein Titelbild, die sich auch auf dem Handy gut erkennen lassen

Fotografieren Sie Menschen auf Bildern nur mit deren Einverständnis. Bei Praxen gilt das besonders für Patienten, die nie erkennbar sein sollten. Ersetzen Sie Fotos, die Jahre alt sind und den Betrieb nicht mehr zeigen.

Bewertungen: bekommen und beantworten

Bewertungen sind der Teil des Profils, den Sie nicht vollständig kontrollieren. Sie können aber beeinflussen, wie oft zufriedene Kunden eine schreiben und wie Sie mit Kritik umgehen.

Der einfachste Weg ist, Kunden direkt zu fragen. Am besten kurz nach einem gelungenen Auftrag, wenn die Freude noch frisch ist. Ein Satz an der Kasse oder in der Rechnungs-E-Mail genügt: „Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns über eine Bewertung bei Google.“ Dazu gehört der direkte Link zu Ihrem Profil, den Sie im Profil selbst finden. So muss niemand suchen.

Bewertungen kaufen oder gegen Rabatte eintauschen sollten Sie nicht. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann dazu führen, dass Bewertungen entfernt werden. Außerdem wirkt eine Reihe gleichförmiger Fünf-Sterne-Kommentare auf Leser schnell unecht.

Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf gute. Ein kurzes „Danke, das freut uns“ mit Namen genügt. Bei Kritik gelten ein paar einfache Regeln:

  1. Warten Sie ab, bis der erste Ärger vorbei ist. Antworten Sie nicht im Affekt.
  2. Bedanken Sie sich für die Rückmeldung, auch wenn sie ungerecht wirkt.
  3. Bleiben Sie sachlich und kurz. Sie schreiben nicht nur für den Verfasser, sondern für alle, die später mitlesen.
  4. Bieten Sie ein Gespräch an und nennen Sie einen Kontakt. Klären Sie Details nicht öffentlich.
  5. Nennen Sie keine Details aus Aufträgen oder Behandlungen. In Praxen ist das ohnehin tabu.

Eine ruhige, freundliche Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt Leser oft mehr als zehn glatte Lobeshymnen.

Beiträge, Fragen und regelmäßige Pflege

Google bietet die Möglichkeit, kurze Beiträge im Profil zu veröffentlichen, etwa zu Aktionen, geänderten Zeiten oder neuen Leistungen. Sie müssen das nicht jede Woche tun. Sinnvoll ist es, wenn sich wirklich etwas ändert: Betriebsurlaub, ein neues Angebot, ein neuer Standort.

Schauen Sie außerdem hin und wieder in den Bereich für Fragen und Antworten. Dort können Besucher Fragen stellen, die jeder sehen kann. Beantworten Sie diese selbst, bevor es jemand anderes tut. Typische Fragen sind: Brauche ich einen Termin? Gibt es Parkplätze? Kann ich mit Karte zahlen?

Einmal im Monat reichen 20 bis 30 Minuten für diese Routine:

  • Öffnungszeiten für die kommenden Wochen prüfen, Feiertage und Urlaub eintragen
  • Neue Bewertungen lesen und beantworten
  • Ein oder zwei frische Fotos hochladen
  • Leistungen und Beschreibung mit der Website abgleichen
  • Kontrollieren, ob jemand Änderungen am Profil vorgeschlagen hat, die nicht stimmen

Der letzte Punkt wird oft vergessen. Google erlaubt es Nutzern, Änderungen vorzuschlagen, etwa eine falsche Telefonnummer. Wer sein Profil nie ansieht, merkt es nicht.

Profil und Website gehören zusammen

Das Profil ist ein Wegweiser, die Website ist das Ziel. Wer auf den Link im Profil klickt, sollte dort genau das finden, was ihn interessiert. Eine Werkstatt, die im Profil „Klimaservice“ nennt, braucht auf der Website eine Seite, die diesen Service erklärt. Ein Hausmeisterservice mit mehreren Einsatzorten braucht für jeden Ort eine verständliche Beschreibung.

Ein Beispiel dafür ist die Arbeit für GlanzWerk in Wiesloch-Baiertal: Dort stehen die Festpreise direkt auf der Website. Wer über Google kommt, muss nicht anrufen, um die wichtigste Frage zu klären. Solche Klarheit hilft Besuchern, und sie hilft auch dabei, dass Profil und Website dasselbe erzählen.

Prüfen Sie deshalb, ob die Angaben übereinstimmen: Adresse, Zeiten, Leistungen, Telefonnummer. Wenn Sie für Ihre Branche wissen wollen, was auf der Website stehen sollte, finden Sie Beispiele auf den Seiten zu Websites für Kfz-Werkstätten oder Websites für Handwerker. Wie Google und KI-Assistenten Betriebe insgesamt finden, erklären wir auf der Seite Sichtbarkeit.

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Ihr Profil und Ihre Website Lücken haben, schreiben Sie uns über den Kontakt. Wir sehen uns beides an und sagen Ihnen offen, was Sie selbst erledigen können und wofür sich Hilfe lohnt.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, Anlegen und Pflegen sind kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie bezahlte Anzeigen schalten oder jemanden mit der Pflege beauftragen.

Muss ich ein Ladengeschäft haben, um ein Profil zu bekommen?

Nein. Betriebe, die ihre Kunden vor Ort besuchen, etwa Handwerker oder Hausmeisterdienste, können die Adresse ausblenden und stattdessen ihr Einsatzgebiet angeben.

Was tun bei einer unfairen oder falschen Bewertung?

Antworten Sie sachlich und kurz. Verstößt die Bewertung gegen die Richtlinien von Google, etwa durch Beleidigungen oder weil sie nicht von einem echten Kunden stammt, können Sie sie über das Profil melden. Ob Google sie entfernt, entscheidet Google.

Wie oft sollte ich mein Profil ansehen?

Einmal im Monat reicht für die Pflege. Vor Feiertagen und Urlaubszeiten lohnt ein zusätzlicher Blick auf die Öffnungszeiten, und neue Bewertungen sollten Sie innerhalb weniger Tage beantworten.

Sie möchten wissen, was das für Ihren Betrieb bedeutet? Fragen Sie uns.

Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Den Preis kennen Sie vor dem ersten Strich.